Herzlich Wilkommen eller hjertelig velkommen

Hier will ich mal versuchen meine Erlebnisse in Norwegen festzuhalten und euch mitzuteilen... Hoffe ich halt das durch, den Blog immer schön aktuell zu halten... und natürlich werd ich hier auch jeglichen anderen Kram reinbringen, der mir so übern Weg läuft...
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Samstag, 4. August 2007

Trip zum Munkstigen

Super Exkursion heute unternommen. Erst mit einem Reisebus aus Trondheim rausgefahren, eine Fähre zur anderen Fjordseite genommen und dann noch ein Stück weitergefahren bis zum Munkstigen (Mönchsstieg), einem 520m hohen Berg mit fantastischer Aussicht auf den Trondheimfjord. Dort wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, die erste konnte direkt klettern gehn, die zweite ist ein Stück weiter gefahren und konnten dort schwimmen und grillen. Ich konnt das Klettern natürlich nicht erwarten und war in der ersten Gruppe. Wir wurden mit Sitzgurt, Helm und Sicherungsmaterial ausgestattet, in Kürze mit der Handhabung der Geräte, Klettertechnik und Sicherheit vertraut gemacht und konnten loslegen. Der Aufstieg erfolgt, anders als beim gewöhnlichen Klettern, entlang eines Stahlseils (950m bis zum Gipfel), an das man sich einhakt und entweder am Fels oder Stahlseil festhaltend emporkraxelt. Hört sich vielleicht schwierig an, ist es im Grunde aber nicht, denn wenn man sich schön nach hinten lehnt, kann man die Wand super hochlaufen. Vorausgesetzt diese ist trocken, was sie in unserem Fall nicht war, den nach ca. einem Drittel, als wir gerade die Stelle passiert haben, an der man noch aussteigen und runtergehen konnte, hats angefangen zu regnen und der glatte Fels wurde rutschig wie Seife. Viele Leute bekamen aufgrund von unpassendem Schuhwerk schnell Probleme mit der Haftung. Das Stahlseil wurde durch die Nässe auch nicht gerade handlicher, sodass sich der Aufstieg extrem erschwerte. Eva und Xavier kletterten vor mir her und hatten beide nach ca. 2/3 der Strecke keine Kraft mehr und rutschen oft ab. Ein Glück, dass sie sich beim Sturz nicht ernsthaft verletzt haben. Ich hatte mit der Kraft weniger Probleme, nur durch die langen Pausen der beiden vor mir war man gezwungen in meist unbequemen Positionen zu verharren, bis es weitergehen konnte. Nach 4 Stunden sind wir schließlich aber alle nahezu heile am Gipfel angekommen. Darauf folgte ein Abstieg durch ein Moorgebiet, das durch den Regen stellenweise sehr matschig und nass war. Es kam einem vor, als würde man auf einem riesigen nassen Schwamm laufen. Aber meine Schuhe haben mich nicht im Stich gelassen, immer trockene und warme Füße und super Haftung, egal wie steil der Fels und tief die Pfütze war. Ich steh auf Hanwag! Auf dem Weg hinunter fand man viele wilde Himbeersträuche und Blaubeeren, lecker lecker! Unten angelangt haben wir der anderen Gruppe die Ausrüstung übergeben und sie schonmal über die kommenden Strapazen informiert. Danach gings zum Grillplatz, wo wir uns ein wenig stärkten. Rund die Hälfte unserer Gruppe ist dann zum Fjord runter und hinein. Es soll wohl sehr kalt gewesen sein, ich war nicht im Wasser. Dann sind wir schnell in den Bus zurück, um die Fähre zu erwischen, sind zur anderen Gruppe gefahren, haben diese aber nur halb vorgefunden. Einige von ihnen hingen im ersten Stück der Route fest, also noch vor der Stelle, an der man etscheiden kann, ob man abbricht oder weiter bis zum Gipfel geht. Der Begleiter Helge musste einige Leute über die schwierigen Stellen hochziehen und dabei selber noch versuchen, die Balance zu halten. Die Fähre haben wir natürlich verpasst und mussten auf die nächste warten. Dann kam auch die Sonne zu Abewechslung mal raus und wir konnten einige Strahlen auf dem Fährendeck genießen.
In der Wohnung hab ich erstmal richtig lange heiß geduscht und mir anschliend etwas Seelachs zum Abendessen gebraten.

2007_08_04 Munkstigen

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