Herzlich Wilkommen eller hjertelig velkommen

Hier will ich mal versuchen meine Erlebnisse in Norwegen festzuhalten und euch mitzuteilen... Hoffe ich halt das durch, den Blog immer schön aktuell zu halten... und natürlich werd ich hier auch jeglichen anderen Kram reinbringen, der mir so übern Weg läuft...
wenn ihr Verbesserungsvorcshläge zum Inhalt oder Layout habt, oder sonstige Kritik loswerden wollt, schickt mir ne nachricht...

Dienstag, 18. September 2007

mal kein web-link

moin zusammen,
ich wollt mal wieder was posten, aber eigentlich ist hier nix spannendes los zur Zeit... da ich euch jedoch nicht schon wieder irgendwelche Videos auf youtube o.ä. vorstellen will, dachte ich mir, ich schreib einfach mal so rein.
Ich sitz grad in der Uni an meinem überschaubaren Arbeitsplatz und nippe an einem frischen heißen Kaffee, ohne den mir der heutige Morgen um einiges schwerer fallen würde. Ich hatte nur 4 Stunden Schlaf heute Nacht - eine Powerpoint-Präsentation meiner Forschungsergebnisse der letzten 2 Wochen hat mich gestern bis spät in die Nacht beschäftigt. Eigentlich keine große Sache, ich hatte schließlich nur 6 Folien, aber wenn man sich einmal in drei Monaten mit Powerpoint beschäftigt, dann will man, ich zumindest, mehr als nur eine öde Aneinanderreihung von Text, Graphen und Bildern... Ich will die POWER-Powerpoint-Präsentation! Heut Morgen um 7 hab ich anders gedacht.
Der Inhalt meiner Präsentation bestand im Wesentlichen darin, die Probleme der letzten 2 Wochen zu beschreiben. Seitdem ich zu SrTiO3 als Substrat für meine Filme gewechselt bin, scheint nichts mehr so zu funktionieren, wie ich möchte. Zum Glück gab's immer schnell eine Lösung für die anfallenden Schwierigkeiten. Das aktuelle Problem, was mich und meinen Supervisor am meisten besorgt, ist das Ergebnis der XRD-Analyse (Röntgendiffraktometrie). Da dies jedoch streng vertraulich ist und euch wahrscheinlich eher langweilt, verzichte ich auf weitere Details.
Nun ja, zurück zu gestern... Der Grund dafür, dass ich erst so spät mit der Präsentation begonnen habe, leigt darin, dass ich gestern meine erste Schicht als ISU-Basement-Barkeeper hatte! Bevor es los ging, hab ich mit zwei anderen Diensthabenden für umgerechnet ca. 250 € Bier gekauft, da mag man denken: "Uiiiiiiiii!" Is aber nicht so Uiii, denn für das Geld haben wir grade mal 80 Liter bekommen, und dabei hat die Kassiererin auch noch 2 Kästen nicht mitberechnet... also nochmal 50 € gespart. Naja, "sånn er livet" sagt der Norweger bei den Preisen. Im Basement war nicht viel los, sodass sich mein Thekendienst mehr auf Quatschen als auf Arbeiten konzentrierte. Um 11 Uhr mussten wir den Laden auch schon wieder räumen, ist ja schließlich Montagabend und manch einer könnte sich belästigt fühlen...
Soweit zu gestern Abend.

Hab eben gesehn, dass heute die neuen Prison Break- und Californication-Folgen erschienen sind, "kult".

Sonntag, 16. September 2007

some nice vids

Baby's first ROFL


Extreme Martial Arts Girl


German Coastguard

Mittwoch, 12. September 2007

How It Should Have Ended

also hier noch ein web-tipp von meinem Namensvetter, ich kenn schon einiges davon, aber Ihr vielleicht nicht...


mehr davon gibts hier.

Flåkoia

so, hier ein Nachtrag zu den Erlebnissen am Wochenende. Endlich haben wir es auch mal geschafft, eine Hüttentour zu organisieren. Da wir uns jedoch nicht früh genug darum gekümmert haben, waren alle Hütten von Freitag bis Sonntag ausgebucht, sodass uns einzig die Möglichkeit blieb, von Sonntag auf Montag zu buchen. Die meisten haben am Montag keine Vorlesungen und ich hab in den letzten Wochen so intensiv an meinem Projekt gearbeitet, dass ich den Montag auch guten Gewissens frei machen konnte...
Unsere Verplantheit hat sich jedoch bezahlt gemacht, denn der noch trübe und verregnete Samstag wurde von einem Sonntag abgelöst, der seinem Namen alle Ehre machte... NICE! Wir starteten also am Sonntagmorgen und fuhren mit dem Bus ca. 1 Stunde südwärts bis nach Lundamoen. Von da aus sind es eigentlich 1.5 Stunden Fußmarsch ohne jegliche Schwierigkeiten - wir wählten einen anderen Weg. Manch einer mag denken, wir hätten uns verlaufen, weil wir uns lediglich auf Kompass und die ausgedruckten undetaillierten Kartenausschnitten von der Internetseite verlassen haben und NICHT die darunter geschriebene Wegbeschreibung durchgelesen haben. Ich denke viel mehr, dass das Schicksal uns auf diesen anderen Weg gebracht hat, der uns viel mehr in unsrerer Erfahrung bereicherte, und Dinge sehen lassen hat, die uns sonst womöglich verborgen geblieben wären und uns als Gruppe, die stellenweise der Verzweiflung nahe war, gestärkt hat. Es war eine einzigartige Erfahrung, sich plötzlich sehr verloren zu fühlen, wenn das, was man um sich herum sieht, nicht mit der "Karte" übereinstimmt. Vor allem, wenn man versucht, etwas in die Karte hinein zu interpretieren, wie Seen mit ungefähr gleichem Umriss oder Berge und Täler. In den 6 Stunden, die wir letztendlich gebraucht haben, um an der Hütte anzukommen, haben wir viele schöne Plätze gesehn, Seen mit Hütten, die wir für unsere hielten und voller Vorfreude darauf zugelaufen sind, um dann schmerzhaft feststellen zu müssen, dass es doch die falsche war. Wir haben Moorebenen beschritten, auf denen nahezu totale Stille herrschte, ein wunderbares Gefühl, mal nichts zu hören.
Nun ja, schließlich sind wir dann doch auf die Idee gekommen, uns mal die Wegbeschreibung durchzulesen. An die deutlich beschriebene Abbiegung, die zur Hütte führte, konnte sich jeder bestens erinnern, auch dass wir schön daran vorbeigelatscht sind...
An der Hütte angekommen, wurde erstmal das Feuer im Ofen entfacht und die Socken und Schuhe, die durch den langen Marsch durch stellenweise sehr nassen Boden nicht bei jedem standgehalten haben. Meine Hanwags haben mich nicht enttäuscht, allein ein Tritt in eine Pfütze, die tiefer war als mein Schuh hoch, bescherte mir einen feuchten rechten Fuß...
Das Tolle an der Hütte war, dass sie direkt an einem See lag, ausgestattet mit einem kleinen Rudeboot, mit dem man zum Fischen rausfahren konnte, blöderweise befanden sich in diesem See keine Fische, sodass sich unser Abendessen auf Spaghetti mit Tomatensauce beschränkte. Die Zubereitung des eigentlich eher simplen Essens erstreckte sich über mehrere Stunden, denn es gab zwar einen Holzofen, der hat sich jedoch lediglich zum Aufheizen der Hütte und Trocknen der Socken bewährt, nicht zum Kochen. Dafür stand ein Petroleumkocher zur Verfügung, der deutlich bessere Dienste leistete. Schließlich sind jedoch alle satt geworden. Im Anschluss wurde Bohnanza gezockt, ein lustiges Sammel- und Tausch-Kartenspiel, bei dem Hanna durch ihre 2-Felder-Taktik allen anderen überlegen war. Zudem wurde Mäxchen gespielt, wobei den Regeln entsprechend viel getrunken wurde. Eine Riesengaudi, wie man auch deutlich auf den Fotos erkennen kann. Als zum Ende des Abends einige personelle Ausfälle zu verbuchen waren, schlug die Stimmung eher ins Gemütliche um und es wurden auf der Gitarre einige fetzige Blues-Songs angestimmt, natürlich frei aus dem Stegreif und sicherlich nicht geeignet für sensible Ohren...
Am nächsten "Morgen" wurde gemütlich gefrühstückt, mit Erleichterung konnten wir feststellen, dass weder Mäuse, noch der dicke Ralf (insider) an unseren Vorräten geknabbert haben. Anschließend wurde die Bude auf Vordermann gebracht, der Holzvorrat aufgestockt und ein netter Eintrag im Gästebuch der Hütte hinterlassen. Dann hieß es auch schon bald Abschied nehmen. Der Rückweg gestaltete sich weniger ereignisreich, da wir den langweiligen normalen Weg zurück zur Bushaltestelle genommen haben...

Ich freu mich schon auf die nächste Tour... hier noch die Fotos:
2007_09_09 Flåkoia

Samstag, 8. September 2007

Valdis Story


Wurde soeben von einem Namensvetter auf das tolle Spiel hingewiesen und habs direkt ausprobiert... Wer auf Anime-Style-Jump-and-Run-Spiele steht, der kann sich hier das kostenlose Demo runterziehen. Viel Spaß beim Zocken!!

Freitag, 7. September 2007

nå jeg leser ei norsk bok

Um meine erlangten Norsk-Kenntnisse nach dem beendeten Sprachkurs auch weiterhin zu pflegen und sich ein vernünftiges Gespräch auf Norwegisch aufgrund fehlenden Vokabulars als recht anstrengend erweist, habe ich von meiner norwegischen Mitbewohnerin ein Buch ausgeliehen. Harry Potter og fangen fra Azkaban!

Ich hab schon angefangen zu lesen und es ist doch recht schwer zu verstehen, ich check zwar die Gesamthandlung, aber durch die vielen Wörter, die ich nicht kenne, bleiben die Details ein Rätsel. Ich werd aber jetzt mal lieber schlafen gehn und morgen in der Uni weiterlesen, wenn ich zwischendurch was Zeit hab...

Guts Nächtle!

Donnerstag, 6. September 2007

Ja was geht denn hier ab?

Nun, das kann ich euch genauestens sagen: EINIGES!
Zum einen hab ich ein wenig am Blog gewerkelt, nen neuen Counter und ein Message-Fenster installiert, außerdem funktioniert der Deezer-Player wieder... und zum anderen wollt ich von gestern Abend berichten. Wir hatten hier ein kleines aber feines Dinner veranstaltet, natürlich mit multikulturellem Aufgebot an Gästen und vorzüglichen Speisen. Als letzteres dienten unter anderem 5 am Vortag von Leiv, Pascal und mir höchstpersönlich gefangene Fische, darunter 2 kleine Dorsche (ja Leiv, von mir aus auch Schellfische), eine Makrele, ein Pollak und eine nicht ganz definierte Spezies, auf jeden Fall alle sehr lecker. Es war eine hervorrangend heitere Runde, in der vor, während und nach dem Essen viel gequatsch und gelacht wurde. Als Dessert gabs noch einen zauberhaften selbstgebackenen Schokokuchen, alles in Allem ein sehr gelungener und wiederholenswerter Abend...
Das Aufstehen heute morgen ist mir nicht leicht gefallen, der Wecker, der mich um 8.00 Uhr auf die Beine befördern sollte, wurde immer schön weiter gestellt, genauer gesagt um insgesamt 2 Stunden, sodass ich nach einem gemütlichen Frühstück um 11 Uhr in der Uni aufkreuzte. So träge, wie der Tag begonnen hat, wurde er auch im Labor fortgeführt. Gestern noch hatte ich mit ernsten Problemen bei der Herstellung von einem homogenen Film auf meinem SrTiO3-Plättchen zu kämpfen, die ich schließlich noch imstande war zu lösen, so kam heute das Problem auf, dass ich auf den gestern in mühevoller Arbeit (nicht ganz der Wahrheit entsprechend) fabrizierten Film keinen weiteren aufbringen konnte, weil bei dem Versuch der bereits vorhandene wieder abgewaschen wurde... In meiner heutigen Trägheit ließ ich mich davon aber nicht sehr beeindrucken. Nach einer winzigen Notstandssitzung mit Sverre, meinem Supervisor, war eine Lösung für das Problem gefunden und die Arbeit konnte fortgeführt werden... Um 4 hab ich meinen Feierabend eingeläutet und bin zusammen mit Sebastian, einem weiteren Deutschen am Institut, zurück nach Moholt geradelt...

hier noch ein paar Fotos vom Fischen und dem gestrigen Essen:
2007_09_05 Fish-Dinner